rohstoffe

Wasser

Gutes mineralstoffreiches Wasser ist eine der Grundvoraussetzungen für ein gutes Bier. Neben der Reinheit ist besonders der Härtegrad ein wichtiger Faktor bei der Herstellung des edlen Gerstensaftes. Je weicher das Brauwasser desto feiner das Bier. Der Härtegrad gibt den Anteil von Mineralsalzen im Wasser an: 1 Grad Härte entspricht 10 mg Calcium pro Liter Wasser. Für das Brauen von 100 Liter Bier werden ca. 800 -1200 Liter Wasser gebraucht.

Braugerste

Als Braugerste ist die zweizeilige Sommergerste am besten geeignet. Sie hat im Gegensatz zur Futtergerste mehr Stärke und weniger Eiweiß. Das Gerstenkorn besteht aus: K e i m l i n g – ist der lebende Teil und beinhaltet den zukünftigen Blatt- und Wurzelkeim – sowie M e h l k ö r p e r – besteht aus Stärke und ist von einer Schicht aus Fett und Eiweiß umschlossen. U m h ü l l u n g – dient als Schutz für den Keimling und besteht aus der Spelze. In der Mälzerei wird auf biologische Weise, durch Keimen und Darren, die Gerste zu Gerstenmalz verarbeitet.Das Malz wird in verschiedenen Sorten hergestellt, wie z.B.Helles Malz, Dunkles Malz, Karamel Malz usw.

Hopfen

Der Hopfen ist eine dem Hanf verwandte Kletterpflanze und wird seit Jahrtausenden zur Bierherstellung verwendet. Am besten geeignet sind die unbefruchteten weiblichen Hopfendolden oder Zapfen. Erst der Hopfen macht das Bier zu dem charakteristischen Getränk, das es in aller Welt beliebtmacht. Aromatisch, angenehm bitter, schäumend und nicht zuletzt bekömmlich. Mäßiger Biergenuß regt an und beruhigt zugleich, er fördert die Physis und gleichermaßen die Psyche. Dafür verantwortlich ist Lupulin, das sind Hopfenbitterstoffe und ätherisches Hopfenöl. Hopfen wird auch in der Pharmazie verwendet.

Bierhefe

Die Hefe ist ein einzelliger Sporenpilz, der überall in der Luft vorkommt. Pasteur verdanken wir die Erkenntnis, daß Hefe ein Lebewesen ( Einzeller ) ist. Zum Brauen werden speziell gezüchtete Heferassen verwendet. Jede Hefe bildet verschiedene Geschmacksstoffe. Daher kommen auch die geschmacklichen Unterschiede bei Bieren, die mit verschiedenen Hefestämmen vergoren wurden. O b e r g ä r i g e Hefe für obergärige Biere wie Weizen- und Albier, Ales und Kölsch. Gegen Ende der Gärung steigt die Hefe an die Oberfläche und wird vom Brauer abgeschöpft. U n t e r g ä r i g e Hefe für untergärige Biere wie Lager-, Export-, Bock- und Spezialbier, sinkt nach der Gärung zu Boden. Hefe ist reich an Eiweiß und Vitaminen.